interiordasein berlin


InteriorDAsein is having a brake in its exhibition programm till summer 2015.

Below you can get acquainted with our highlights of 2014

Please see HERE for the list of past exhibition projects

 

Die Geschichte des Anderen

Pjotr Filin, Archi Galentz, Volker Kreidler

10.10.2014 - 16.11.2014

Ein Beitrag zum 6. Monat der Fotografie zum Thema:
"Umbruche und Utopien"

 


http://www.mdf-berlin.de/de/ausstellungen/ausstellung/die-geschichte-anderen/

InteriorDAsein kuratiert seit 2009 Ausstellungen und versteht sich als ein unabhängiger Projektraum für den direkten Austausch von Künstlerinnen und Künstlern aus Europa, Russland und der Kaukasus-Region.

Die Geschichte des Anderen fragt nach Perspektiven auf die europäische Geschichte und deren Wechselwirkung. Pjotr Filin, Archi Galentz und Volker Kreidler produzieren zeitgenössische Bestandsaufnahmen geschichtsträchtiger Orte. Die Geschichte des Anderen wird so zur eigenen, erfahrbaren Geschichte.

In diesem Sinne öffnen Volker Kreidlers großformatige Schlachtfeldtopographien den Raum für eine persönliche Kontemplation mit Erinnerungslandschaften des Zweiten Weltkriegs. In Pjotr Filins stilisierten, blass-gelblichen Aufnahmen nationalsozialistischer Bauten hingegen wird das Vergangene geradezu überbetont. Archi Galentz beschäftigt sich mit „Geistern der Vergangenheit“ und entwickelt unkonventionelle Bewältigungsstrategien: Mit Langzeitbelichtung dokumentiert er Lichtphänomene im ehemaligen Ministerium für Staatssicherheit. Alle Arbeiten basieren auf analogen, dokumentarischen Aufnahmeverfahren.

http://www.volkerkreidler.de/blog.html






Veranstaltungen:


Do. 23.10.2014 um 19:00 - Vortrag von Dr. Sabine Schiffer (Institit für Medienverantwortung) “Die Macht der Bilder vom Anderen“

Wenn Medien verantwortungslos mit den kleinen Ausschnitten umgehen, die sie uns von der Welt zeigen, entstehen verzerrte Bilder. Im schlimmsten Fall werden Feindbilder geschaffen. Das Institut für Medienverantwortung setzt sich kritisch mit Mediendarstellungen auseinander und zeigt, wie man sie analysieren und entlarven kann. Dr. Sabine Schiffer, die die Podiumsdiskussion leitet, gründete 2005 das unabhängige Institut für Medienverantwortung und leitet es seither (www.medienverantwortung.de).

 

 

Di. 28.10.2014 um 18:00 - Künstlergespräch zwieschen den ausstellenden Künstler „Die Rolle des Künstlers im Spannungsfeld der Kulturen“

Die Künstler - Filin, Galentz, Kreidler - stammen aus Russland, Georgien und Deutschland. Zum zweiten Mal stellen die in Berlin lebende Künstler gemeinsam im unabhängigen Projektraum "InteriorDAsein" aus.
In 3 x 15-minütigen Impulsvorträgen, loten Die Künstler ihre Positionen im Spannungsgefüge Russland (als treibende Kraft der neuen Eurasischen Union) / Deutschland (als Bestandteil und Motor Europas) aus und fragen nach den Möglichkeitsräumen im Zeitalter der Konfrontation. Die Positionen der Künstler stehen nicht für sich, vielmehr möchten diese im Anschluss diskutiert werden.

 

Sa. 1.11.2014 um 18:00 – Präsetation des Fotoprojekts von Areg Grigor Nalbandyan "Durchs Zielvisier, Staub und Steine - Bilder aus Afghanistan"

So.16.11.2014 um 16.30 Finissage der Ausstellung



--------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

VAZO (Vazgen Pahlavuni-Tadevosyan)
FRAGMENTE
im Zusammenarbeit mit Peter Hölscher und Dietmar Bonnen

Finissage am 5. Oktober 14 bis 18 Uhr.

Eröffnung am Freitag den 19 September um 19 Uhr.
Ausstellungsdauer bis 5 Oktober 2014.


"ANNA". Trio Intervention auf Papier, 2014

 

 

Veranstaltungen:

Freitag 19 September 20 Uhr "ANNA" live
Dietmar Bonnen bespielt eine Klangskulptur von Peter Hölscher. VAZO setzt das Gehörte in ein Klangbild um.


Samstag 20 September 16 Uhr: „Le Couvent“
Erstaufführung eines 25-minütigen Films von Dietmar Bonnen über die Entstehung des Werkzyklus »Hommage an Max Ernst« von Vazo und Bonnen. Anschließend besteht die Möglichkeit eines Künstlergesprächs mit Vazo, Hölscher und Bonnen

 

VAZO, Ohne Titel, 2013 Wasserfarbe und Tinte auf Papier

Künstlerfreundschaften findet man häufig, aber dass 3 Künstler auf demselben Blatt zusammenarbeiten, ist wohl eher selten. In der Musik ist es üblich, dass Musiker gemeinsam an einem Stück arbeiten; in der klassischen Rockmusik nennt man das »Power Trio«. Auch Vazo, Peter Hölscher und Dietmar Bonnen sind ein Power Trio, wenn sie, aus unterschiedlichen künstlerischen Perspektiven schauend, zusammen an einem Werk arbeiten. Und die Musik ist allen dreien wichtiger Bestandteil ihrer Zusammenarbeit. So wird Dietmar zur Vernissage eine Klangskulptur von Peter bespielen, während Vazo sich von den entstehenden Klängen wiederum zu einer Bildkomposition anregen lässt. Die Klangskulpturen Hölschers sind auch der Ausgangspunkt für das jüngste Trio-Projekt – deren grafische Umsetzung (Remote Frottages), kombiniert mit Frottagen Bonnens in Form von Klangspuren (Blaues Rauschen) von Vazo schließlich mit einem roten Klang (Line Art) vollendet werden. Die Freundschaft der drei währt seit 2008, als Vazo sie als Kurator zur Gyumri Biennale nach Armenien einlud. Aus dieser Zeit stammt auch das Liquid Image »Alexandropol«, das in dieser Ausstellung gezeigt wird.

VAZO, Vazgen Pahlavuni-Tadevosyan, geboren 1955 im armenischen Gyumri, lebt und arbeitet heute in Frankreich und Armenien. Der in unterschiedlichen Medien arbeitende Künstler nahm an zahlreichen Ausstellungen Teil und gründete 1988 das »Zentrum für Zeitgenössische Kunst« und die »Internationale Biennale für Zeitgenössische Kunst« in Gyumri. Vier der Biennalen kuratierte er selbst. Bei InteriorDAsein präsentierte VAZO 2009 mit »VAZANparade« eine Einzelausstellung und nahm 2011 an »ORER Präsentation« und 2012 an »V5 Kosmos As Presence Art Convention« teil.

Peter Hölscher studierte Design in Düsseldorf. Seitdem arbeitet er als Fotograf, Bildhauer und Grafiker in Düsseldorf und Leverkusen. Seit ca. 10 Jahren baut Peter Hölscher Klangskulpturen. Er fotografiert Klänge und zwar in Form von Konzertfotografien, Klangbildern seiner Skulpturen und – in seinem aktuellen Projekt »[A]reale« – Klänge von Räumen und Objekten in Bewegung. Seit 1988 finden Ausstellungen seiner Werke im In- und Ausland statt, außerdem nahm er an verschiedenen Biennalen teil. Seit 2002 gibt er Konzerte mit Klangskulpturen. Multimediale Veranstaltungen zusammen mit Musikern gibt er seit 2004. Mehr Informationen gibt es unter www.peter-hoelscher.de

Dietmar Bonnen, geboren 1958 in Köln; über 80 CD-Produktionen in unterschiedlichen musikalischen Genres, Kompositionsaufträge für verschiedene Rundfunkanstalten, Film und Fernsehen, Theater etc.; Konzerte, Produktionen und Klanginstallationen in Europa, Asien, Südamerika und insbesondere Russland führten zu langjähriger Zusammenarbeit mit dortigen Künstlern; Informationen zu Veröffentlichungen, Kompositionen und Projekten unter www.obst-music.com

 

 

 

 

 

 

 

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------

InteriorDAsein is von 2.Mai bis 7.Juni zu Gast bei SPRECHSAAL mit der Ausstellung 

Armenien, Armenien!

Fünf Annäherungen an eine Wiederentdeckung

Ausstellunsdokumentation: HERE

2. Mai – 7. Juni 2014

Kurator Archi Galentz. Koordinator Lars Dreiucker

Edik Ghabuzyan

Der Denkraum SPRECHSAAL in Berlin Mitte zeigt fünf Wochen lang vom 2. Mai bis zum 7.Juni 2014 eine Ausstellung mit Werken armenischer KünstlerInnen. Parallel zur kuratierten Ausstellung, in der zahlreiche Kunstwerke aus der Republik Armenien und der Diaspora zu sehen sein werden, wird es eine umfangreiche Veranstaltungsreihe geben, die versucht den kulturellen und gesellschaftlichen Stand von „Armenien“ auszuloten. Von Mittwoch bis Samstag werden Lesungen, Vorträge, Buchpräsentationen, Diskussionen und Filmvorführungen thematisch in die Kultur und Widersprüche eines Volkes einführen und das interessierte Berliner Publikum zum informellen Austausch einladen. Während den 22 Tagen der Ausstellung sind zahlreiche Ausstellungs- und Filmvorführungen und folgende Veranstaltungen geplant:


Buchpräsentationen:

- Gisela Ramming – Leupold präsentiert ihr Buch „Armenien - Land am Ararat, Geschichte, Religion und Tradition“ (Mitteldeutscher Verlag, 2013) (16.Mai um 19:00 Uhr).

- Muriel Mirak-Weissbach, Autorin des Buches „Jenseits der Feuerwand. Armenien – Irak – Palästina: Vom Zorn zur Versöhnung“ (Hans Schiler Verlag, 2011) präsentiert ihr Buch und erzählt über ihre Erfahrungen als Journalistin der Zeitschrift „Armenian Mirror Spectator“ (29.Mai um 19:00 Uhr).

- Dr. Vahe Tachjian und Elke Hartmann stellen den Band 1 von „Ottoman Armenians: Life, Culture, Society“ (A Houshamadyan Publication, 2014) - das Resultat eines einzigartigen Netzwerkprojekts vor (24. Mai um 18:00 Uhr).

- Die Übersetzerin Valerie Engler liest aus dem neu erschienenen Erzählband „Telegramm an Fatima“ von Diana Hamburdzumyan (Hay Media Verlag, 2014) aus dem Armenischen übersetzt von Gayane Ginoyan und Valerie Engler (5.Juni um 19:30 Uhr).

- Esther Schulz-Goldstein, Psychoanalytikerin und Autorin des zweibändigen Buches „Die Sonne blieb stehen“ (Novum Verlag 2013) liest aus dem ersten Band ihres Buches (Seyfo, Mets Yerern, Sphagi Xerisomos, - die Völkermorde unter Abdul Hamid, Kemal Atatürk und dem "Derin Devlet") (14. Mai um 19:00 Uhr).

 

 

Narine Zolyan

Gespräche:

- Hans-Jochen Schmidt - Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Armenien von 2009-2012 - im Gespräch über die Erinnerungskultur und den kulturellen Austausch zwischen Armenien und Deutschland (17. Mai 18:00 Uhr).

- Die Ethnologin Dr. Tsypylma Darieva (Abteilung für Kaukasiologie, Friedrich-Schiller-Universität Jena) im Gespräch über den Stadtraum und die Populärkultur in Armenien (31.Mai um 19:00 Uhr).

- Filmvorführung „Kaukasische Rochade“ des Regisseurs Ulrich Aschenbrenner mit Präsentationdes Autors und anschließender Diskussion (28. Mai um 19:00 Uhr).
- Dr. Raffi Kantian spricht über die vor 100 Jahren von Dr. Johannes Lepsius gegründete Deutsch-Armenische Gesellschaft und ihre vierteljährlich erscheinende Zeitschrift „Armenisch-Deutsche Korrespondenz“ (ADK) (22. Mai um
18:30 Uhr).

- Prof. Dr. Armenuhi Drost-Abgarjan spricht über das „Mesrop Zentrum für Armenische Studien“ (am Orientalischen Institut der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) und die von ihr mitveranstaltete Ausstellung „500 Jahre armenischer Buchdruck“ (30. Mai um 18:30 Uhr).

- Der Filmemacher Bernhard Sallmann liest aus seinen armenischen Reisetagebüchern und stelltsein Videoessay für Splitscreen „Briefe nicht über die Liebe“ nach dem gleichnamigen Berlin-Roman von Viktor Schklowski vor (7. Juni um 19:00 Uhr).

- Die Schauspielerin Bea Ehlers Kerbekian präsentiert in einem Vortrag ihre Erfahrungen mitTheaterinszenierungen von identitätstiftenden Werken sowie ihr Projekt „Annes Schweigen + Մոր լռությունը + Annenin sessizliği“ (4. Juni um 19:00 Uhr).

- Der Komponist Prof. Thomas Buchholz hält einen Vortrag mit zahlreichen Audio-Einspielungenzum Thema „Besonderheiten der armenischen Volksinstrumente“ (21. Mai um 19:30 Uhr).

- Der Liedermacher und Schauspieler Stepan Gantralyan, begleitet von dem Gitarristen MauricioAlmanzor, führt in die Welt der armenischen Musik und Poesie ein (7. Mai um 19:00 Uhr).

- Archi Galentz erklärt den Ausstellungsraum „InteriorDAsein/Berlin“ vor dem Hintergrund zeitgenössischer Präsentationsstrategien (3. Mai um 19:00 Uhr) und bietet einen Vortrag über die „Unentdeckten Seiten in der bildenden Kunst Armeniens“ an (23. Mai um 19:00 Uhr).

Das genaue Programm ist auch auch auf www.sprechsaal.de abrufbar

 

Armine Kalents


Ausstellung mit beteiligten Künstlern

Achot Achot (geb. in Armenien, lebt in Frankreich),

Maria Bedoian (geb. und lebt in Argentinien),

Archi Galentz (geb. in Russland, lebt in Deutschland),

Edik Ghabuzyan (geb. und lebt in Armenien),

Sofia Gasparyan (geb. in Armenien, lebt in den USA),

Ruben Grigoryan (geb. und lebt in Armenien),

Armine Kalents (geb. in der Turkei, lebte in Armenien),

KARO GITZ (geb. in Armenien, lebt in Schweden),

Silvina Der-Meguerditchian (geb. in Argentinien, lebt in Deutschland),

Arshak Nazarian (geb. in Armenien, lebt in den USA),

VAZO (geb. in Armenien, lebt in Frankreich),

Narine Zolyan (geb. in Armenien, lebt in Deutschland).

Arshak Nazarian

 

SPRECHSAAL ist eine Galerie mit einem Kino bzw. Hörsaal und einem weitläufigen Ausstellungsraum. Diese räumliche Vielfalt hilft auf die Komplexität der Themen zu reagieren. Der SPRECHSAAL bietet seit drei Jahren eine Auswahl an Neuerscheinungen von Büchern und Zeitschriften mit dem Schwerpunkt Philosophie und Kulturpolitik an. Unsere Webseite www.sprechsaal.de archiviert die Veranstaltungen und informiert über kommende Projekte.

2015 jährt sich einerseits der vom osmanischen Reich geplante und durchgeführte Völkermord am armensichen Volk zum 100. Mal. Anderseits feiert das Land 20 Jahre seit den ersten unabhängigen Parlamentswahlen nach dem Verfall der Sowjetunion.

Heute hat Berlin zwar kein sehr großes armenisches Gemeindeleben, war aber traditionell bei ArmenierInnen ein beliebter Studienplatz und zieht auch heute zahlreiche aktive Künstler und Wissenschaftler an. Der SPRECHSAAL richtet seinen Fokus kurz nach dem 24. April, dem Gedenktag an den Genozid, auf die Bedeutung von sekundärer Zeugenschaft, Diasporaleben, Heimatgefühl und die Möglichkeit von Identität außerhalb einer Opferrolle. Zugleich auf die Anziehung eines antiken Landes, einer einzigartigen Ästhetik von Architektur, Film, bildender Kunst, origineller Musikformen und einer eigenen Erinnerungskultur.

„Armenien, Armenien! Fünf Annäherungen an eine Wiederentdeckung“ - der Titel der Ausstellung ist eine direkte Überführung eines Gedichts von Ossip Mandelstam. „Die Reise nach Armenien“ bleibt der letzte zu Lebzeiten publizierte Text des berühmt-verkannten russischen Schriftstellers, der 1930 ein halbes Jahr in Armenien lebte. Dieser Text veranlasste die Kulturapparatschiks der Sowjetunion zum Handeln: Mandelstam wurde verhaftet und in den Gulag deportiert. Die Anregung zum Titel kommt vom Filmemacher Bernhard Sallmann, der 2011 Armenien besuchte und im Rahmen der Ausstellung seinen Film vorstellt.

 

Maria Bedoian


Die in der Ausstellung vorgestellten Kunstwerke werden sowohl die Breite und den Reichtum der armenischen Gegenwartskunst präsentieren, als auch die Offenheit und Wandlungsfähigkeit einer uralten Kultur thematisieren. Der Kurator der Ausstellung Archi Galentz stellt eine Auswahl zeitgenössischer Kunst zusammen, die von Street-Art und Schriftkunst bis Fotorealismus und subtiler Informell-Malerei reicht. Da er seit fünf Jahren einen Projekt-Raum in Berlin Wedding leitet, welcher schwerpunktmäßig zeitgenössische armenische Kunst präsentiert, konnte er eine beachtliche Sammlung an Kunstwerken sowohl in der Diaspora als auch in Armenien geborener KünstlerInnen zusammenstellen, die ein einzigartiges ästhetisches Panorama bilden.