interiordasein berlin


Ausstellungsübersicht

 

Das Artist-Run-Space „InteriorDAsein“ präsentierte mittlerweile über 20 kuratierte Ausstellungen,

mehrere Lesungen, Konzerte und Filmveranstaltungen und einen Konvent

mit integrierter Ausstellung. Auf der Webseite www.InteriorDasein.de findet

sich unter dem Menupunkt „Ausstellungen“ links eine Auflistung von aktiven

Untermenupunkten mit den Ausstellungsprojekten in chronologischer Reihenfolge.

Rechts sind einige Fotos einzelner Expositionen zum Herunter-Scrollen. Bei einzelnen

Ausstellungspunkten finden sich auf unserer Webseite die Presseveröffentlichungen,

Fotos von Veranstaltungen und Einladungskarten. Die Projekte werden

sowohl im Flyer der Kolonie Wedding als auch mit speziell gedruckten Einladungskarten

beworben.

 

Eine kurze Zusammenfassung der 2009-2012 realisierten Ausstellungsprojekte:

 

- Unsere erste Ausstellung „Losgelöst, Unsichtbarkeit 12 mal abgetastet“ präsentierte

ein Forschungsprojekt von Studierenden der HTW-Berlin (Visuelle Kommunikation),

die sich mit der Frage der Darstellung des Unsichtbaren mithilfe der

Photographie auseinandersetzten. Das Projekt begann mit einem Workshop, um die

Ausstellung im Konsens der Beteiligten selbst zu strukturieren und in drei Räumen

thematisch zu ordnen, Präsentationsakzente herauszuarbeiten und die einzelnen

Positionen vergleichend zu beschreiben. Eine Einladungskarte wurde von Studierenden

zur Ausstellung gestaltet.

 

- „Watch The Gap, deine Stadt – mein Traum“ präsentierte über 50 ausgesuchte

Arbeiten von 22 Künstlern aus Russland, Georgien, der Ukraine, Armenien, USA und

Deutschland, deren formale Gemeinsamkeit das Sujet der Stadtlandschaft war. Es

waren sowohl Zeichnungen und Malerei, als auch Objektkunst, Druckgraphik und

Photographien zu sehen. Alle Positionen wurden in einem Druckerzeugnis individuell

beschrieben, das auf unserer Webseite nachzulesen ist unter: ( www.interiordasein.

de/de/ausstellungen/watchthegap )

 

- „VAZANparade“ war die erste Soloausstellung bei InteriorDAsein. Der heute in

Frankreich lebende Vazgen Pahlavuni-Tadevosyan war 1997 Mitbegründer der

ersten Biennale für Zeitgenössische Kunst im Kaukasus ( www.biennialfoundation.

org/biennials/gyumri-international-biennial-of-contemporary-art/ ). Einen Teil der Arbeiten

bekamen wir von der Biennale Thessaloniki aus zugesandt, wo der Künstler

zuvor ausgestellt hatte. Vazgen Pahlavuni-Tadevossian war anwesend, und bei einer

Künstlergesprächs-Veranstaltung besuchte uns ein Fernsehteam aus der Türkei.

Damit waren die Vorzüge eines kulturellen Austausches in einem privat geführten

Raum - im Unterschied zu offiziellen Organisationen, wo ein direkter Dialog noch

nicht möglich ist, deutlich erkennbar.

 

- Die zwei folgenden Einzelausstellungen „Kardesh“ von Silvina Der-Merguerditchian

und „Mit meinen Augen“ von Jovan Balov zeigten Zusammenfassungen von

einzelnen Projekten international arbeitender Berliner Künstler. Die Papierarbeiten,

Videos und Installationen von Silvina Der-Merguerditchian, aber auch die Publikationen

über die Annäherungsversuche und Brückenbildungen zwischen verfeindeten

Völkern und ihre Identitätsfallen, die sie zuvor in Istanbul präsentiert hatte,

wurden kontrovers aufgenommen und werden noch jetzt heiß diskutiert. Jovan

Balovs „Suprarealistische“ Porträts, die mithilfe eines bekannten Mediums und

mehrerer Fotostudien entstehen, waren nicht lediglich selbstreferentiell, sondern

untersuchten durch Porträt-Reihen von deutschen Künstlerpersönlichkeiten wie

Wolfgang Patrick und Christian Daniel Rauch Fragen der kulturellen Landschaftsbildung

und Inklusion. Diese Serie von Jovan Balov wurde bei der Vernissage Mitarbeitern

der Berlinischen Galerie präsentiert, und dabei wurde das Interesse an

einer Kooperation geäußert. Doktor Rolf Külz-Mackenzie hielt die Eröffnungsrede.

 

- „Hand Talored“ und „Joy of Life“ waren zwei Projekte, die sich primär mit Fragen

der Präsentation von heterogenen Sammlungen beschäftigten.

 

- „ORER“ präsentierte die Resultate einer Kooperationsarbeit von vier in verschiedenen

Teilen Europas lebenden armenischen Künstlern und der einzigen

un-abhängigen armenischen in Prag erscheinenden Zeitschrift. Im Juni 2011 wurde,

zunächst in Prag und später bei InteriorDAsein, eine fast 100- seitige Zeitschrift und

Sonderedition der Zeitschrift „ORER“ präsentiert. Nicht nur die Texte wurden dabei

mehrheitlich von Künstlern der Künstlergruppe „Under_Construction“ ( www.

underconstructionhome.net/exhibitions/ ), die seit 2004 eine Kommunikationsplattform

für in der Diaspora lebende Kunstinteressierte betreibt ( www.underconstructionhome.

net/concept/ ) vorbereitet, sondern auch die komplette graphische

Bearbeitung und ausserdem eine zusätzliche Graphikedition gestaltet.

 

- „Runners Point, 15 aspects of contemporary viewing through the camera“ brachte

die Vorteile eines Artist-Run-Spaces als unbürokratisches, flexibel agierendes Ausstellungsformat

zur Geltung. Auf das Netzwerk der benachbarten Projekträume

und befreundete Kollegen zurückgreifend, bereiteten wir in sehr kurzer Zeit eine

dichte Exposition von unterschiedlichen Ansätzen vor, die ästhetische Grenzen der

Photographie ausloten. Als Co-Kuratorin agierte die Multimediakünstlerin Mascha

Danzis, die zahlreiche Photographien in die Schau integrierte. Neben einigen jungen

Künstlern aus Kassel zeigten wir auch einige international beachtete Künstler

wie den an der „Voland“-Kunsthochschule Göteborg (Schweden) lehrenden Peter

Ojstersek oder den „Magnum“- erfahrenen Karen Mirzoyan.

 

- “Changing the Place of Encounter, Fragments of Armenian Contemporary Visual

Art”. Dieser Ausstellung mit einem Katalog liegt eine Übersicht armenischer Gegenwartskunst

aus dem Kunstverein „Talstraß e.V“ aus Halle an der Saale zugrunde, die

uns angeboten wurde. Bei unserer Exposition haben wir einige Arbeiten zusätzlich

integrieren können und die Akzente umdesponiert. Die Kuratorin des ACCEA (Armenian

Center for Contemporary Experimental Art), Frau Seda Shekoyan, und die

damalige Leiterin der (inzwischen wegrationalisierten) Abteilung für zeitgenössische

Kunst des Kulturministerium Armeniens, Frau Sona Harutjunian, waren bei der

Eröffnung anwesend. Die Ausstellung wurde durch die im Kaukasus präsente „Step

Beyond“-Stiftung der Europian Cultural Foundation mit einem Reisestipendium

unterstützt. Zahlreiche Botschaftsangehörige waren anwesend und haben sich

intensiv mit der Gegenwartskunst und vor allem den provozierenden Videoarbeiten

auseinandergesetzt.

 

- Der aus Armenien stammende Künstler Garik Karapetyan stellte im Februar 2012

eine Serie minimalistisch anmutender Papierarbeiten vor, die zum Teil während

eines Residenz-Aufenthaltes in Paris entstanden waren. Seine Einzelausstellung

„What is Rational“ ist ein wichtiger Beitrag in der kaum bekannten und wenig

untersuchten Tradition der subtil – minimalistischen armenischen Abstraktion, die

den Kern unseren Sammlung bildet. Eine Abbildung seiner Werken schmückte auch

das Titelblatt des Flyers der Kolonie Wedding. Die Ausstellung wurde in den armenischsprachigen

Medien besprochen.

 

- „Dependency Culture as a State of Mind, a Visual Statement to BB 7 call“ lief zu Beginn

der Berlin Biennale einen Monat lang und wurde auf der von der BB7 initiierten

Webseite Artwiki beworben (http://artwiki.org/Archi_Galentz). Diese Zusammenstellung

von Positionen internationaler Künstler war unsere Reaktion auf die Aufforderung

der BB7, sich politisch zu positionieren. Mit ausgesuchten Arbeiten von

teils sehr wichtigen russischen Gegenwartskünstlern wie Dmitry Gutov (Documentaund

Biennale Venedig Teilnehmer von 2009) und dem heute im politischen Asyl in

Prag lebenden Avdej Ter-Oganian wurde die Ausstellung nach einer langen Vorbereitungsphase

als eine Narration über Abhängigkeitskulturen dargeboten. Kuratorin

der Ausstellung war die armenische Kulturologin Frau Susanna Gjulamirian. Sie leitet

eine Institution im Armenien Art and Cultural Studies Laboratory in Jerewan (www.

ascl.am ) und wurde ebenfalls von der ECF unterstützt. Auch eine der Teilnehmerinnen

der Berlin Biennale, die polnish-englische Künstlerin Joanna Rajkowska, stellte

bei uns eine Objekt-Serie aus und war bei der Eröffnung anwesend. Das kuratorische

Statement, die Beschreibung der einzelnen Kunstwerke sowie eine Stellungnahme

ist auf der Webseite zu finden ( www.interiordasein.de/de/ausstellungen/dependency-

culture ).

 

- „On the Edge – Alternatives Bildwerk“ und „Kosmos As Presence“ sind zwei informelle

Veranstaltungen, die als unser Beitrag zum deutsch-russischen Kulturjahr

angesehen werden können. Auslöser der ersten Ausstellung war ein Tauschhandel

mit dem benachbarten Projektraum „n“. Uns reizte die Herausforderung, die Arbeiten

der „Alternative Art“- Künstlerin Regina Hofmann gleichwertig und integrierend

mit etablierten bildenden Künstlern zu präsentieren. „Kosmos As Presence“

ist ein deutsch-russischer Konvent mit über 20 Teilnehmern und wird als Auftaktveranstaltung

zu einer Serie weiterer internationaler Ausstellungen angekündigt.

Angesprochen werden Themenbereiche wie internationale Kooperation, Gesellschaftspolitik,

Strukturen von Macht und Ressourcenverteilung, Kultur- und Industriepolitik

und Strategien politischer Teilhabe. Umgesetzt wird dies durch Präsentationen

von Künstlern, Wissenschaftlern und Aktivisten, und eingerahmt von einer

kuratierten Ausstellung. Weitere Informationen unter

www.interiordasein.de/de/ausstellungen/qv5q-kosmos-art-convent.